Spirituelle Erziehung – die Zukunft unserer Kinder?

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Weltweit wächst die Besorgnis um unsere Jugend, die anscheinend keine Disziplin und gewaltfreie Werte mehr kennt. Die Drogenabhängigkeit unter Jugendlichen nimmt stetig zu, obwohl es viele Maßnahmen dagegen gibt. Irgendwas stimmt also nicht ganz. Unsere Jugendlichen sind nicht in ihrer Mitte. Oft wird das Verhalten als jugendlicher Leichtsinn oder Nebeneffekt der Pubertät gedeutet.  Ja, Erwachsenwerden ist nicht einfach, doch das entschuldigt kein Mobbing, Tierquälerei und Respektlosigkeit.

Meiner Meinung liegt das Problem weder beim Freundeskreis, den Lehrern oder den Medien. Grundwerte und Empathie sollten bereits als Kleinkind erlernt werden. Fehlt das, lassen sich die Kinder leicht durch Mitschüler beeinflussen oder durch Medien irreleiten. Der Grundstein für Eigenverantwortung sollte in der frühen Kindheit gelegt werden. Doch wie soll das gehen?

 

Was ist Spirituelle Erziehung?

Nicht nur körperliche Gesundheit ist wichtig für unsere Kinder, auch das geistige und seelische Wohlbefinden soll durch die Eltern gefördert werden. Genau dies können wir durch Spirituelle Erziehung vollbringen. Dabei ist zu beachteten, dass Spiritualität und Religiosität nicht das selbst ist.

 

Religion vs. Spiritualität

Religion gibt Regeln und Verhaltensweisen vor und droht bei Nichteinhaltung auch mit  Schuldgefühlen und Strafen (z.B. Höllenfeuer). Spiritualität hingegen wird nicht durch Institutionen geregelt, sondern ist entwicklungsfähig, befreien und erfahrungsorientiert. Das soll aber nicht heißen, dass  man seine Kinder nicht in einer Religion erziehen kann. Man sollte jedoch darauf achten, dass dem Kind nicht falsche Schuldgefühle (Schuld an Jesu Tod) und Ängste (Angst vor der Hölle) aufladen werden. Die Wissenschaft (vgl. Gomez & Fischer) geht davon aus, dass genau aus diesem Grund spirituelle Kinder glücklicher sind als religiöse. Wer seinem Kind die eigene Religion näher bringen will, kann die beispielsweise mit Bindungsfiguren tun. So können Schutzengel oder Heilige Sicherheit vermitteln und als Ansprechpartner im Gebet dienen.

 

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Kinder sind spirituelle Wesen und sollten als solche gewürdigt werden. Als Eltern sollten wir unsere Kinder bedingungslos lieben. Das heißt, dass Kind muss nicht erst „brav“ sein, damit es Liebe erhält. Mir stellt es immer alle Haare auf, wenn ich Mütter sagen höre „Sei brav, sonst hab ich dich nicht lieb“ oder „So hab ich dich nicht lieb“. Dieser Liebesentzug versetzt das Kind in einen Schockzustand. Es verliert das Vertrauen in Liebe (welche vor allem von den Eltern bedingungslos sein sollte) und kann in späterer Folge zu Beziehungsproblemen und Vertrauensbrüchen führen.

 

Von Kindern lernen

Ich habe vor kurzem einen Brief von mir an mich selbst gefunden, denn in im Alter von 10 Jahren an mein Zukunfts-Ich verfasst habe. Ich hatte damals einen sehr schwere Zeit nach dem Tod meines Vaters hinter mir und entdeckte meine Liebe zu Wörtern. Die Kernaussage dieses Briefes ist, dass ich auf keinen Fall Kinder unterschätzen sollte.  Wir sollten Kinder als  kleine Philosophen und geistesbegabt ansehen. Kinder sind eng mit der Natur und den eigenen Gefühlen verbunden und können uns dadurch zurück zu unseren eigenen Wurzeln zurückführen.

 

Verbundenheit als Basis von Spirituelle Erziehung

Ziel von spiritueller Erziehung ist kein Buchstabenwissen. Wir sollten unseren Kindern helfen, Verbundenheit zu vertiefen. Verbundenheit ist ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Vertrauens.

 

Verbundenheit mit der Natur

Um Kindern Verbundenheit zur Natur zu vermitteln, sollten wir ihnen vielfältige Naturerfahrungen ermöglich. Das kann zum Beispiel ein Waldkindergarten sein oder ganz einfach Waldspaziergänge, Steine sammeln, Haustier halten, in der Natur spielen …

 

Verbundenheit mit der sozialen Mitwelt

Damit die Verbundenheit mit der sozialen Umwelt erweitert wird, ist der Umgang mit Menschen anderer Religionen essentiell. Des Weiteren sollte Körperkontakt (Umarmung als Begrüßung), Alltagsrituale (Vorlesen vor dem Schlafen, Händewaschen vor dem Essen), Danken und Vergeben eine wichtige Rolle spielen.

 

Verbundenheit zu sich selbst

Das Kind sollte seinen eigenen Leib kennen und auch bestätigen lernen. Yoga und Mandalas malen bringt die Kinder zur Ruhe und Mitte. Kindermeditationen, Märchen vorlesen und Fantasiereisen verhelfen zu einem fantasiereichen Innenleben.

 

Verbundenheit mit einem höheren Wesen

Um das Urvertrauen in die Welt und die Natur aufrecht zu erhalten, sollte der Bezug zu einem höheren Wesen aufgebaut werden. Ob Allah, Gott, Shiva oder einfach eine bunte leuchtende Energie, Verbundenheit zu einem höheren Wesen kann durch Beten, Meditieren,  Gottesgeschichten erzählen und gemeinsame Feste erreicht werden.

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Erziehung sollte weder zu streng noch zu locker sein. Klare Grenzen geben dem Kind Stabilität und Freiraum gibt ihm die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten.

Das größte Geschenk, das du deinen Kindern machen kannst, ist eine spirituelle Erziehung. Dadurch schenkst du ihnen Liebe und inneres Glück. Du machst sie zu Meistern des Lebens und hilfst ihnen ein positives Leben zu führen.

 

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