Yoga bei Nackenschmerzen

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Nackenschmerzen gehören für viele Menschen leider zum Alltag. Besonders durch stundenlanges Sitzen, das unnatürlich für unseren Körper ist, entsteht schnell Verspannung im Nacken. Des Weiteren verursacht Stress und innere Anspannung und unzureichend Bewegung Nackenschmerzen. Mithilfe von Yoga und Ayurveda verschwinden diese Schmerzen aber genau so schnell wie sie gekommen sind.

 

Asanas – Posen aus Yoga bei Nackenschmerzen

Die einfachsten und wirkungsvollsten Übungen um Nackenschmerzen zu lindern sind Schulter- sowie Nackenrotationen. Alle Übungen sollten langsam ausgeführt werden. Gehe nur so weit in die Dehnung wie es dein Körper erlaubt. Diese Übungen kannst auch ganz einfach im Büro ausführen. Sie sind nicht nur bei Nackenschmerzen äußerst hilfreich. Sie verbessern die Durchblutung des Gehirns und somit auch die Konzentration. Die perfekte Übung also auch wenn du dich abgestumpft und müde fühlst.

Skandha Chakra (Schulter-Rotation)yoga_bei_nackenschmerzen1

Sitze oder stehe gerade. Der linke Arm ist entspannt. Beuge den rechten Arm und bringe die rechte Hand zur rechten Schulter. Rotiere nun den rechten Ellbogen 10 Mal im Uhrzeigersinn und 10 Mal gegen den Uhrzeigersinn – langsam und kontrolliert. Atme bei der Aufwärtsbewegung ein und atme ein der Abwärtsbewegung aus.  Wiederhole diese Übung mit dem linken Arm, während der rechte Arm entspannt. Abschließend führst du die Übung mit beiden Armen gleichzeitig aus. 10 Mal im Uhrzeigersinn und 10 Mal gegen den Uhrzeigersinn.

Greeva Sanchalana (Nacken Bewegungen)

Sitze in deinem komfortablen Sitz, deine Hände im Schoß oder auf den Knien. Schließe deine Augen.

Stufe 1:

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Atme aus und bewege deinen Kopf langsam nach vorne und versuche das Kinn an die Brust zu bringen. Nun atme ein und bringe den Kopf so weit zurück wie möglich, ohne das es sich unkomfortabel anfühlt. Spüre die Dehnung der Muskulatur und die Lockerung der Nackenwirbel. Wiederhole diese Übung 10 Mal.

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Du sitzt oder stehst immer noch mit geschlossenen Augen. Richte deinen Kopf gerade aus und entspanne deine Schultern. Atme aus und wiege deinen Kopf auf die rechte Seite. Bringe das rechte Ohr so nahe an die rechte Schulter wie möglich. Es ist nicht nötig, dass du die Schulter berührst. Atme aus und bringe deinen Kopf wieder in eine aufrechte Position. Nun wiege deinen Kopf mit dem Ausatmen auf die linke Seite. Einatmen, Kopf wieder aufrecht. Das ist eine Runde. Praktiziere 10 Runden und achte auf deinen Atem- Er sollte tief und langsam sein.

Stufe 3:

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Sitze oder stehe gerade, Kopf ist aufrecht und Augen sind geschlossen. Atme aus und drehe deinen Kopf auf die rechte Seite. Dein Kinn sollte fast über der Schulter sein. Atme ein und bringe den Kopf zurück in die Mitte. Atme wieder langsam aus und drehe den Kopf auf die linke Seite, so weit es für dich komfortabel ist. Während du einatmest bringe den Kopf wieder in die Mitte. Das ist eine Runde. Führe 10 Runden durch.

Stufe 4:

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Sitze oder stehe gerade mit geschlossenen Augen. Rotiere den Kopf nun langsam und kontrolliert. Zuerst Kinn zur Brust, dann über die rechte Seite nach hinter und über die linke Seite nach vorne. Rotiere ruhig, entspannt und rhythmisch in einer kreisenden Bewegung. 10 Mal im Uhrzeigersinn und 10 Mal gegen den Uhrzeigersinn. Überdehne dich nicht. Solltest du schwindelig werden, öffne die Augen und lasse diese Stufe für diesen Tag aus. Halte nach der Praxis den Kopf gerade und die Augen geschlossen. Spüre für ein paar Momente die Veränderungen in deinem Kopf and Nacken.

 

Entspannung

Unser hektischer Alltag bringt Anspannung und Stress mit sich. Das sind die zwei Geheimzutaten für Nackenschmerzen. Neben körperlichen Übungen ist es daher wichtig, Stress zu erkennen und uns daraus zu befreien. Entgegen der allgemeinen Meinung kommt Stress nicht von außen. Eine Situation kann stressig sein, ob wir nun diesen Stress in uns aufnehmen oder aber dort lassen wo er herkommt, liegt ganz bei uns. Yoga und Ayurveda bietet uns viele Möglichkeiten, zu lernen wie man Stress nicht aufnimmt und ganz bei sich und in seiner Ruhe bleibt – selbst in hektischen Situationen. Damit hilfst du nicht nur dir selbst, sondern du wirst auch zum Ruhepol für Menschen um dich. Regelmäßige Asana Praxis, Meditation und ayurvedische Selbstmassagen bilden die Grundlage für ein stressfreies und entspanntes Leben.

 

Tägliche Routine und Ausgeglichenheit

Ein weiter wichtiger Faktor um deine Gesundheit aufrecht zu erhalten ist ein Lebensstil, der deinen natürlichen Rhythmus nicht stört. Um dem Körper bei der Selbstheilung zu helfen, ist es essentiell, dass wir regelmäßig und ausreichend essen, schlafen und uns bewegen. Schau dir deinen eigenen Tagesablauf an. Bekommst du genug Schlaf? Nimmst du deine Mahlzeiten täglich zur ungefähr gleichen Uhrzeit ein? Bewegst du dich ausreichend? Routine ist der Schlüssel zu körperlicher und mentaler Gesundheit.

 

Abhyanga – Ayurvedische Ölmassage

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Eine Ganzkörpermassage regt die Durchblutung an, löst Verspannungen und abgelagerte Giftstoffe, die anschließend ausgeschieden werden. Das Tolle dabei: Es handelt sich um eine Selbstmassage. Du musst also nicht erst jemanden finden, der sich willig zeigt, dich zu massieren. Die Selbstmassage ist ein wunderbares Ritual um deinen eigenen Körper kennen und lieben zu lernen. Genieße das warme Öl und die tiefe Berührung deiner selbst.

Beginne mit dem Kopfbereich und massiere in kleinen, kreisenden

Bewegungen über dein Gesicht, Nacken, Hals, Schultern sowie arme und Hände. An den langen Knochen massierst du mit langen Auf- und Abwärtsbewegungen und an den Gelenken in Kreisbewegungen. Bauch und Brust werden in kreisenden Bewegungen, am besten im Uhrzeigersinn, mit Öl eingerieben. Zum Schluss die Beine und Füße massieren. An den Fußsohlen kannst du etwas fester drücken, das bringt extra Entspannung. Verwende ausreichend Öl, das du anschließend für 15 Minuten einziehen lässt. Danach warm duschen.

Je nach deinem Konstitutionstyp kannst du unterschiedliche Öle auswählen. Finde hier heraus, welcher Konstitutionstyp (Dosha) du bist. Vata und Kapha sollten wärmende Öle wie Sesam oder Mandel verwenden. Pitta sollte mit einem kühlenden Öl wie Kokosnuss massieren, welches mit Neemöl angereichert werden kann, um Hitze in der Haut zu reduzieren.

 

Fruchtkernkissen

Bei akuten Nackenschmerzen kann ein Kissen gefüllt mit Fruchtkernen, beispielsweise Kirchkerne oder Traubenkerne, schnell für Abhilfe schaffen. Einfach das Kissen im Ofen erwärmen und dann auch in den Nacken legen bzw, legst du dich selbst mit dem Nacken auf das Kissen. Die Wärme wird die Anspannung rasch lösen. Dies ist eine schnelle Lösung, aber keine langanhaltende. Wenn du öfters unser Nackenschmerzen leidest, wirst du um die körperlichen Übungen und Entspannungsübungen nicht herumkommen.

 

Kräuterbehandlungen

Präparate zum Einreiben mit Arnika gelten als Wundermittel gegen Nackenschmerzen. Ebenso kann die Teufelskralle mit ihren entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften für Abhilfe sorgen. Traditionell ayurvedisch wird Ashwagandha (indischer Ginseng) für Schmerzen und Schwellungen angewendet.

 

Hinterlass uns ein Kommentar und erzählt uns, was dir am meisten geholfen hat.

Wir wünschen dir gute Besserung!

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