Yoga bei Burnout

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Yoga bei Burnout. Durch aufgebauten Stress – beruflich wie auch privat – wird das sogenannte Burnout-Syndrom hervorgerufen. Es bahnt sich über Monate oder sogar Jahre an und wird meist erst ernst genommen, wenn es zum totalen Zusammenbruch kommt. Warte nicht so lange und tue dir jetzt schon was Gutes!

 

Wenn der Stress zu viel wird

Wir können den Stress nicht aus unserem Leben entfernen. Wir können andere Menschen und gewisse Situationen nicht ändern. Was wir aber sehr wohl ändern können, ist, wie wir mit Stress umgehen. Yoga stellt eine gesunde Form der Stressbewältigung dar. Beim Yoga geht es nicht um Leistung, sondern um Introspektive, der Blick nach innen. Das eigene Selbst und das Wohlbefinden steht im Mittelpunkt. Yoga ist ganzheitlich, es umfasst Körper, Geist, Emotionen und die Seele.

 

Asanas bei Burnout

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Parvatasana (Berg) kräftigt Beine und Rücken. Es regt den Blutfluss zum Gehirn und den Schultern an, wodurch Verspannungen gelöst werden. Es lindert Stresszustände und Müdigkeit.

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Balasana (Kindshaltung) beruhigt Körper und Geist. Durch die Dehnung der Wirbelsäule werden Verspannungen gelöst. Diese Entspannungspose hilft bei Stress und Angstzuständen.

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Ardha Matsyendrasana (Halber Drehsitz) dehnt Bauch und Rücken, stärkt die Nerven der Wirbelsäule und reguliert die Ausschüttung der Nebennieren (Adrenalin, Cortisol).

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Tadasana (Palme) verleiht Stabilität – körperlich und geistig. Es stärkt die Nerven, verbessert die Standhaftigkeit und wirkt beruhigend. Du kannst dich ganz und gar auf dich konzentrieren.

Yoga bei Burnout - Pranayama 

Beobachte deine Atmung für eine paar Momente. Meistens atmen wir flach und eher schnell. Ideal wäre allerdings tiefes, ruhiges und bewusstes Atmen. Der Atem bringt Prana (Lebensenergie) in unseren Körper. Der zugeführte Sauerstoff lässt uns wachsam und aufmerksam sein. Zusätzlich kommen wir beim tiefen Atmen in unsere eigene Mitte. Wir entspannen und sind im Moment präsent. Gleichmäßige Bauchatmung ist daher sehr wichtig, vor allem um Geist und Körper zu beruhigen.

Bei der Bauchatmung sollte der Atem bis zum Zwerchfell reichen, damit Prana bis an die inneren Organe gelangt. Lege die rechte Hand knapp über dem Nabel auf den Bauch und die linke Hand über die Brustmitte. Die rechte Hand bewegt sich beim Einatmen nach oben und beim Ausatmen nach unten. Die linke Hand sollte sich nicht mit dem Atem bewegen. Es sollte keine Spannung im Unterleib geben. Versuche nicht, die Bewegung auf irgendeine Weise zu erzwingen. Versuche, die Brust nicht zu erweitern oder die Schultern zu bewegen. Spüre, wie sich der Bauch ausdehnt und zusammenzieht.

 

Yoga bei Burnout - Meditation

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Um einem Burnout vorzubeugen oder wieder aus dem Burnout rauszukommen, ist der erste Schritt, den eigenen Zustand zu erkennen. Durch Achtsamkeitsmeditation werden bereits leichte Befindlichkeitsstörungen wie Stimmungsschwankungen, Erschöpfung oder Konzentrationsschwäche wahrgenommen. Diese Art der Meditation hilft uns, unseren Körper besser kennenzulernen und schneller auf Unausgeglichenheiten zu reagieren.

Eine der einfachsten Formen der Achtsamkeitsmeditation ist es, sich auf seinen eigenen Atem zu konzentrieren. Setz dich an einen ruhigen Ort, an dem zu ungestört bist. Schließe deinen Augen und beginne deinen natürlichen Atemrhythmus zu beobachten. Spüre die Luft an den Nasenlöchern und wie sie tief in deinen Körper strömt.  Wenn deine Gedanken abschweifen, bringe deine Aufmerksamkeit wieder zurück zu deinem Atem. Diese Übung solltest du täglich für 15 Minuten praktizieren. Sie lässt sich beispielsweise gut vor dem Schlafengehen einbauen.

 

Ayurveda bei Burnout

Nach der Tradition des Ayurveda handelt es sich bei Burnout um eine Folge, wenn das Lebensfeuer Agni geschwächt ist. Dadurch mangelt es an substantieller sowie energetischer Lebensenergie. Dies wiederum führt zu einer Vielzahl an körperlichen Symptomen sowie eine Störung des Wohlbefindens. Des Weiteren ist zu viel Vata (die Elemente Luft und Äther) im Körper und im Geist.

Ayurveda bietet eine Reihe an Methoden und Techniken, um das Lebensfeuer wieder zu entflammen. Besonders wohltuend sind schlaffördernde Ganzkörperölmassagen und Shirodhara, der Stirnguss. Diesen sollte man sich zumindest zweimal wöchentlich gönnen um den Geist auszugleichen und den Energiefluss anzuregen. Zudem sollte Vata reduziert werden.

 

Ayurvedische Tipps zur Reduktion von Vata

  • Regelmäßiger Tagesablauf (feste Zeiten für Essen, Schlagen gehen, Bewegung)
  • Warmes Wasser trinken statt kalt
  • Warme, gekochte Speisen essen (keine Rohkost)
  • Wärmende Gewürze verwenden (Ingwer, Kurkuma, Kümmel, schwarzer Pfeffer)
  • Regelmäßig Ghee, Honig, Nüsse und Milch verspeisen
  • Tägliche Meditation
  • Mindestens drei Mal wöchentlich in die Natur

 

Wertschätzung – Nimm dich selbst wieder an

Neben Stress spielen die eigene Wertschätzung und die Liebe zu einem selbst eine tragende Rolle. Es geht darum, sich Zeit für sich zu nehmen und zu lernen auf eigene Bedürfnisse zu hören. Zu häufig stehen die Probleme anderer im Vordergrund. Nun ist es an der Zeit, deine eigenen Wünsche und Träume wieder aus der Schublade zu holen. Tue, was dir guttut. Tue, was dir Freude bereitet.

 

Ich wünsche Dir die Kraft, auf dich selbst zu schauen. Ich freue mich natürlich wie immer über Fragen, Anregungen und Kommentare!

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