Vorsatz des Monats: September

vorsatz des monats september - Vorsatz des Monats: September

Wir sind kein Körper, wir sind eine Seele. Unsere Seele ist durch den Atem an die Materie gebunden. Nehmen wir den Atem weg, so werden Körper und Seele voneinander getrennt. So einfach ist das. Ohne Atem kann unsere Seele nicht in der Materie wohnen. Atem ist nicht die Luft, die wir einatmen. Luft ist nur das Ding, das wir einatmen. Atmen selbst ist ein komplexer Ablauf. Atem ist das, was dich (du als Seele) an deinen Körper bindet. Alle Yogischen Praktiken schenken dir eine riesen Erfahrung, nämlich:

Ich bin nicht der Körper, ich bin auch nicht der Geist.ich-bin-nicht-der-körper

(Jaggi Vasudev, Sadhguru, 1957-heute)

Alle unser Leiden, unsere Probleme, kommen entweder wegen vom Körper oder vom Geist. Sonst gibt es kein Leiden, nur körperliches Leiden und geistiges Leiden. Wenn wir diesen Satz ‚Ich bin nicht der Körper, ich bin auch nicht der Geist‘ denken und auf tieferer Ebene erfahren, dann wird sich die Perspektive, mit der wir unser Leben angehen, grundlegend verändern.

Wie verändert sich deine Perspektive mit diesem Satz

  • Wenn ich nicht mein Körper bin, dann sind die anderen Seelen auch keine Körper. Wenn ich nicht abhängig von meiner sterblichen Hülle bin, dann kann ich auch nicht abhängig von jemandem anderen sein.
  • Unser Körper ist nur eine Leihgabe von Mutter Erde für den Zeitraum unseres Besuchs hier. Wenn unsere Zeit um ist, müssen wir ihn zurückgeben. Begreifen ich nicht, dass meine sterbliche Hülle nur eine Leihgabe ist oder dass mir diese Hülle nicht gehört, dann denke ich, dass ich diese Hülle BIN. Natürlich fürchten wir uns durch diesen Gedanken vor dem Tod. Denn Tod würde dann bedeuten, dass ich mich selbst an Mutter Erde zurückgeben muss.
  • Wenn ich mir ständig darüber bewusst bin, dass ich nicht die Materie bin, dann ist der Tod kein Ende, sondern nur das Wechseln meiner Kleidung. Wir geben nur das Stückchen Erde, das wir uns ausgeborgt haben, wieder zurück an Mutter Erde.
  • Entweder wir geben unseren Hülle freiwillig zurück, oder Mutter Erde holt sie sich zurück. Es geht kein Weg daran vorbei. Doch wir können entscheiden, wie wir diese Transformation vollziehen. Wenn ich ein erfülltes Leben führe und alle meine Wünsche erfülle, werde ich am Ende meinen Körper mit Wohlwollen hergeben. Denke ich aber, dass ich diese Materie bin und dass ich noch nicht genug im Leben erreicht habe und noch so viel machen muss, dann werde ich mich zwanghaft an meine sterbliche Hülle klammern, bis sie mir Mutter Erde entreißt.
  • Werden wir uns darüber hinaus bewusst, dass ich auch nicht mein Geist, mein Verstand, mein Denken bin, erlangen wir eine unglaubliche Freiheit. Wenn ich mich nicht mehr mit meinen Gedanken identifiziere, dann kann ich mich auch nicht wegen meiner Gedanken schlecht fühlen.
  • Jede Erfahrung, die wir machen, erleben wir nur in unserem Geist und unserem Körper. Wir sehen zum Beispiel nicht wirklich was vor uns auf dem Tisch steht. Wir sehen nur die verkehrte Reflexion davon mit unserem Sehnerv. Was ich also sehe, sehe ich nur in meinem Kopf. So verhält es sich mit allen Sinnen. Wir erleben alles nur in uns selbst. Der Geist macht von unserer Erfahrung eine Aufzeichnung, die wir Erinnerung nennen. Der Geist ist nur eine Maschine, genauso wie der Körper, der uns unsere Erfahrung hier auf der Erde erleben lässt.
  • Der Körper und der Geist sind vergänglich, ich als Seele bin unendlich.

vorsatz-in-alltag-integrieren

pinit fg en rect red 28 - Vorsatz des Monats: September

Schreibe einen Kommentar

*